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40 Jahre Militärmusik Steiermark – Galakonzert 2026

  • Autorenbild: Militärmusik Steiermark
    Militärmusik Steiermark
  • 21. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

 

Ein Galakonzert, das stilistisch aus dem Vollen schöpfte.

Wiener Walzer und Polka bildeten dabei nicht nur den „schmissigen“ Rahmen zum Einklang, sondern setzten auch einen Qualitätsmaßstab. Mit dem Walzer „Hereinspaziert“ von Carl Michael Ziehrer zeigte das Orchester, wie elegant es den typischen Wiener Schwung trägt, ohne den Klang zu beschweren, genau jene Art von Musizieren, bei der der federnde Puls mehr zählt als bloße Lautstärke.

Ein besonderer Höhepunkt war das Stück „Servus Graz“ für zwei Soloklarinetten – meisterhaft interpretiert von Vater und Sohn.


Der Ausflug in die Filmmusik war ein starkes Argument für dieses Konzertformat: Nicht selten überlebt eine gute Partitur ihren Film. Besonders bemerkenswert war die Wahl eines Soundtracks von John Debney – zu einem Film, der floppte und sogar eine „Goldene Himbeere“ erhielt, dessen Musik jedoch deutlich mehr Substanz besitzt als der Ruf des Filmes vermuten lässt.

 

Großartig gelang „The Bermuda Triangle“ des Komponisten José Alberto Pina. Ein symphonisches Gedicht, das – angelehnt an die Legende vom Bermudadreieck – eine weniger bekannte Bermuda-Erzählung aufgreift. Im Mittelpunkt steht die Idee einer Liebe in tropischer Kulisse: Geliebte, die sich unter den sogenannten „Moongates“ (runde Durchgänge in Mauern) küssen, sollen fortan von Glück und Wohlstand begleitet werden. Diese Elemente fügte die Militärmusik zu einer rund 20-minütigen musikalischen Reise zusammen: zwischen geheimnisvollen Wasserbildern, fein gesetzten Effekten und einer überraschend idyllischen Klangwelt, die das „Paradies Bermuda“ regelrecht aufscheinen lässt.

Als Kontrast dazu zündete das ABBA-Medley, arrangiert von Peter Kleines Schaars, als publikumsnaher, rhythmisch pointierter Block.


Zu guter Letzt: eine Zugabe, die tatsächlich als solche funktionierte – großartig, überraschend und mit jenem Funken, der ein Jubiläumsprogramm abrundet, statt es nur zu verlängern. Der „Sommernachtswalzer“ von Herbert Pixner zeigte sich als moderner alpenländischer Walzer, der den Blasmusikklang mit einer kleinen „Saiten-und-Balg“-Farbpalette verbindet: Harmonika, Gitarre und Kontrabass setzen eine erdige, tänzerische Basis, über der sich die Melodie leicht entfaltet. Gerade dieser stilistische Perspektivwechsel – weg vom Erwartbaren, hin zu einer zeitgenössischen, regional verwurzelten Walzerhandschrift – machte den Ausklang so charmant und schlüssig.



Zusammen mit der Arbeiterkammer Steiermark sorgte das Militärkommando Steiermark erneut für einen gelungenen Abend. Der Erlös der Veranstaltung kam wie jedes Jahr einem wohltätigen Zweck zugute.







Klaus Peter Janisch


Fotos: Militärkommando Steiermark / Grebien, Lang


 
 
 

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